Ungarische Kartoffelsuppe mit Paprika & Wurst | Deftige Eintöpfe 2026


HOLGER
January 1, 2026


Weißt du noch, wie Suppe früher geschmeckt hat? Richtig, nach Zuhause. Nach einem Tag im kalten Herbstwind, wo man durchgefroren an den Küchentisch kam und der Duft einen einfach umarmt hat. Genau dieses Gefühl habe ich gesucht, als ich vor Jahren in einem kleinen Budapester Gasthaus saß und meine erste Löffel voll Ungarische Kartoffelsuppe mit Paprika & Wurst probierte. Es war eine Offenbarung – deftig, rauchig, unendlich tröstlich. Ich wusste sofort: Dieses Rezept muss mit nach Hause.

Seitdem hat es einen festen Platz in meiner Küche, besonders wenn die Blätter fallen. Es ist mehr als nur ein Eintopf; es ist eine warme Umarmung aus dem Topf. Und heute, für unsere Reihe “Deftige Eintöpfe 2026”, teile ich meine liebste Version mit dir. Die, die ich nach unzähligen Versuchen und Anpassungen für perfekt befinde. Sie ist unkompliziert, ehrlich und schmeckt nach purem Glück.

Das Geheimnis liegt nicht in einer geheimen Zutat, sondern in der Geduld. Man muss dem Paprika und der Wurst Zeit geben, ihren vollen, rauchigen Geschmack zu entfalten. Vertrau mir, es lohnt sich. Lass uns gemeinsam diesen wunderbaren Klassiker kochen.

Rezept-Überblick

  • Küche: Ungarisch
  • Kategorie: Deftige Eintöpfe / Suppe
  • Gesamtzeit: ca. 60 Minuten
  • Portionen: 4-6

Warum dieses Rezept so besonders ist

Es geht um die Magie der Röststoffe. Viele Suppen beginnen mit einer Zwiebel. Wir hier gehen weiter.

Wir rösten die Paprika im heißen Fett an. Dadurch entfalten sie ihr ganzes, süß-rauchiges Aroma, ohne bitter zu werden. Das ist der Schlüssel zum unverwechselbaren Geschmack.

Und dann die Wurst! Sie wird nicht einfach nur erhitzt, sondern kräftig angebraten. Ihre Röstaromen und das ausgetretene Fett bilden die geschmackliche Basis für die ganze Brühe. Das macht den Unterschied zwischen einer guten und einer großartigen Suppe aus.

Die vollständige Zutatenliste

  • 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl
  • 300 g geräucherte Paprikawurst (z.B. Kolbász), in dicken Scheiben
  • 2 große Zwiebeln, gewürfelt
  • 2-3 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver (optional, für mehr Tiefe)
  • 800 g mehligkochende Kartoffeln, geschält und in mundgerechten Stücken
  • 2 Karotten, in Scheiben
  • 1 kleine Petersilienwurzel oder Stange Sellerie, gewürfelt
  • 1,5 l kräftige Gemüse- oder Rinderbrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Kümmel, ganz
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 kleine rote Paprika, in Streifen (für Frische zum Schluss)
  • Saure Sahne oder Schmand zum Servieren
  • Frisches Dill oder Petersilie, gehackt

Meine Schritt-für-Schritt-Methode

  1. In einem großen, schweren Topf das Butterschmalz bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Wurstscheiben darin von beiden Seiten kräftig anbraten, bis sie schön Farbe bekommen haben. Herausnehmen und beiseitestellen.
  2. In dem zurückgebliebenen Fett die gewürfelten Zwiebeln glasig dünsten. Achte darauf, dass sie nicht zu dunkel werden.
  3. Jetzt kommt der wichtigste Moment: Den Topf kurz von der Herdplatte ziehen. Das Paprikapulver zu den Zwiebeln geben und unter ständigem Rühren etwa eine Minute “anrösten”. Es darf auf keinen Fall verbrennen, sonst wird es bitter!
  4. Die Kartoffeln, Karotten und Petersilienwurzel hinzufügen und alles gut mit der paprikahaltigen Zwiebelmasse vermengen.
  5. Mit der Brühe ablöschen. Lorbeerblätter und Kümmel einrühren. Die angebratenen Wurstscheiben wieder in den Topf geben.
  6. Alles aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und die Suppe bei leichtem Köcheln etwa 25-30 Minuten zugedeckt kochen, bis die Kartoffeln weich sind.
  7. Zum Schluss die Streifen der roten Paprika unterheben und nur noch 5 Minuten mitköcheln lassen, damit sie etwas Biss behalten.
  8. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Denke daran, dass die Wurst schon Salz abgibt.
  9. Heiß servieren. Jede Portion mit einem großen Klecks saurer Sahne und frischem Dill oder Petersilie garnieren. Ein rustikales Brot dazu ist Pflicht!

Meine Top-Tipps für den Erfolg

  • Topf vom Herd nehmen: Beim Einrühren des Paprikapulvers ist Vorsicht geboten. Nimm den Topf immer von der Hitze. Die trockene Hitze des Topfbodens reicht aus, um die Aromen zu entfalten, ohne sie zu zerstören.
  • Geduld beim Anbraten: Gib der Wurst Zeit, richtig Farbe zu bekommen. Diese Röstaromen sind unersetzlich. Sie geben der Brühe eine wunderbare Tiefe.
  • Mehligkochende Kartoffeln: Sie zerfallen leicht und binden die Suppe auf natürliche, cremige Weise. Festkochende Sorten bleiben zu fest.
  • Ruhezeit: Wie bei den meisten Eintöpfen schmeckt diese Suppe am nächsten Tag noch viel besser. Die Aromen haben dann Zeit, sich perfekt zu verbinden.

Häufige Fehler vermeiden

Problem: Das Paprikapulver schmeckt bitter oder verbrannt.
Lösung: Der Topf muss unbedingt von der direkten Hitzequelle, bevor du das Pulver einrührst. Rühre schnell und stetig, bis es mit dem Fett vermengt ist.

Problem: Die Suppe schmeckt fad.
Lösung: Oft liegt es am ungenügenden Abschmecken am Ende. Vergiss nicht, kräftig mit Salz und Pfeffer nachzuwürzen. Ein Spritzer Zitronensaft oder ein Teelöffel Zucker kann die Geschmäcker zusätzlich ausbalancieren.

Problem: Die Kartoffeln zerfallen komplett oder sind zu fest.
Lösung: Achte auf die Kochzeit und die Kartoffelsorte. Nach 25 Minuten mit der Gabel testen. Sie sollte leicht einstechen, aber die Kartoffel sollte nicht von alleine auseinanderfallen.

NÄHRWERTANGABEN

(Pro Portion, ca. 1/6 des Rezepts, ohne Brot)

  • Kalorien: ca. 420 kcal
  • Kohlenhydrate: 35 g
  • Eiweiß: 15 g
  • Fett: 25 g
  • Ballaststoffe: 6 g

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Kann ich das Rezept auch vegetarisch zubereiten?

Aber sicher! Lass einfach die Wurst weg und brate stattdessen eine Handvoll gewürfelten Räuchertofu kräftig an. Verwende eine kräftige Gemüsebrühe und gib vielleicht noch einen Schuss Sojasauce für die Umami-Note hinzu. Das geräucherte Paprikapulver ist dann besonders wichtig.

Welche Wurst ist die beste?

Traditionell nimmt man eine ungarische Kolbász oder eine andere geräucherte Paprikawurst. Aber auch eine gute, grobe Knoblauch- oder Bauernbratwurst funktioniert wunderbar. Wichtig ist, dass sie geräuchert und kräftig im Geschmack ist.

Hält sich die Suppe?

Absolut! Abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt hält sie sich problemlos 3-4 Tage. Sie lässt sich auch sehr gut einfrieren. Friere sie am besten ohne die saure Sahne ein und füge diese erst frisch nach dem Aufwärmen hinzu.

Hinterlasse eine Antwort! (Ich freue mich auf dich!)

So, das war sie, meine liebste Version der Ungarischen Kartoffelsuppe. Ich hoffe, sie bringt genau so viel Wärme und Freude in deine Küche wie in meine. Hast du sie nachgekocht? Wie ist sie dir gelungen? Hast du eine eigene, geheime Zutat? Ich bin so neugierig! Erzähl mir alles in den Kommentaren unten. Lass uns unsere Geschichten und Tipps teilen – denn gemeinsames Kochen verbindet. Bis bald und guten Appetit!


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