Ich erinnere mich noch genau an diesen regnerischen Abend in meiner kleinen Küche. Ich hatte Lust auf etwas Tröstendes, Scharfes und unglaublich Aromatisches.
Nach einem gescheiterten Sauerteig war meine Laune im Keller. Da griff ich zu einem Glas Roter Thai-Curry-Paste und dachte mir: “Backen kann heute nicht, aber kochen schon.”
Das war die Geburtsstunde meiner absoluten Lieblings-Komfortspeise. Ich habe dieses Rezept für Thai Red Curry Nudeln (Vegan) damals fast im Alleingang entwickelt, nachdem ich unzählige Versionen probiert hatte.
Heute, im Jahr 2026, ist es immer noch mein Go-To-Gericht, wenn ich mich belohnen oder Freunde beeindrucken möchte. Es vereint alles, was asiatische Nudelgerichte so magisch macht: Tiefe, Wärme und puren Genuss.
Rezept-Überblick
- Küche: Thailändisch inspiriert, vegan
- Kategorie: Herzhaftes Nudelgericht, Suppen & Eintöpfe
- Gesamtzeit: ca. 30 Minuten
- Portionen: 2-3 große Portionen
Warum dieses Rezept so besonders ist
Der Trick liegt in der doppelten Würzung. Zuerst brate ich die Currypaste im heißen Öl an.
Das setzt die ätherischen Öle frei und verwandelt den scharfen Rohgeschmack in eine süßlich-rauchige Tiefe. Dann kommt der zweite Schritt: die Kokosmilch.
Sie wird nicht einfach nur erwärmt, sondern richtig eingekocht. So wird sie cremig und ummantelt jede einzelne Nudel mit ihrem sanften Fett. Das ist pure Alchemie in meinem Topf.
Die vollständige Zutatenliste
- 200 g flache Reisnudeln (oder Nudeln deiner Wahl)
- 1 EL neutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)
- 2-3 EL gute rote Thai-Curry-Paste (Achtung: vegan checken!)
- 1 Dose (400 ml) Kokosmilch (vollfett, für maximale Cremigkeit)
- 250 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Sojasauce (oder Tamari für glutenfrei)
- 1 TL Ahornsirup oder Kokosblütenzucker
- Saft einer halben Limette
- 1 rote Paprika, in Streifen
- 1 kleine Zucchini, in Halbmonde geschnitten
- 1 Handvoll Champignons, geviertelt
- 1 Handvoll Zuckererbsen oder Babyspinat
- Zum Garnieren: Frische Korianderblätter, gehackte Erdnüsse, Limettenspalten
Meine Schritt-für-Schritt-Methode
- Die Reisnudeln nach Packungsanleitung in heißem Wasser einweichen, bis sie weich, aber noch bissfest sind. Abgießen und beiseitestellen.
- In einem großen Wok oder Topf das Öl bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Currypaste hineingeben und für 1-2 Minuten unter Rühren anbraten, bis es intensiv duftet.
- Nur die feste, cremige Oberschicht der Kokosmilch in den Topf geben. Ein paar Minuten köcheln lassen, bis sich das Fett leicht abtrennt.
- Jetzt den Rest der Kokosmilch, die Gemüsebrühe, Sojasauce und den Ahornsirup hinzufügen. Gut verrühren und aufkochen lassen.
- Das harte Gemüse (Paprika, Zucchini, Champignons) in die köchelnde Sauce geben. Für 5-7 Minuten garen, bis es gerade weich wird.
- Die abgetropften Nudeln und die zarten Zuckererbsen unterheben. Alles für weitere 2-3 Minuten erwärmen, bis die Nudeln die Aromen aufgenommen haben.
- Vom Herd nehmen. Den Limettensaft unterrühren. Abschmecken – bei Bedarf mehr Sojasauce (salzig), Sirup (süß) oder Limette (sauer) hinzufügen.
- In Schüsseln anrichten und großzügig mit Koriander, Erdnüssen und einer Limettenspalte garnieren. Sofort genießen!
Meine Top-Tipps für den Erfolg
- Paste ist König: Investiere in eine hochwertige Currypaste. Der Geschmacksunterschied ist gewaltig. Ich liebe selbstgemachte Paste, aber eine gute aus dem Asialaden tut es auch.
- Nicht zu früh salzen: Die Currypaste und Sojasauce sind schon salzig. Gib immer erst am Ende Salz hinzu, nachdem du abgeschmeckt hast.
- Gemüse-Crunch bewahren: Gare das Gemüse nur bissfest. Es soll noch etwas Textur haben und nicht matschig werden. Das gibt dem Gericht Leben.
- Ruhezeit gönnen: Lasse das fertige Gericht 2-3 Minuten ziehen, bevor du es servierst. So verbinden sich die Aromen noch besser.
Häufige Fehler vermeiden
Problem: Die Sauce ist zu wässrig und schmeckt flach.
Lösung: Die Kokosmilch nicht nur erwärmen, sondern nach Schritt 3 richtig einköcheln lassen. Das konzentriert den Geschmack und die Creme.
Problem: Das Gericht ist zu scharf oder zu mild.
Lösung: Schärfe kontrollierst du allein durch die Menge der Currypaste. Beginne mit 2 EL und taste dich vor. Du kannst immer mehr hinzufügen, aber nie herausnehmen.
Problem: Die Nudeln werden matschig oder klumpig.
Lösung: Weiche sie genau nach Anleitung ein und gib sie erst ganz am Ende in die heiße Sauce. Sie sollen nur warm werden und saugen, nicht weiterkochen.
NÄHRWERTANGABEN
(Pro Portion, grobe Schätzung)
Kalorien: ca. 450 kcal
Kohlenhydrate: 55g
Eiweiß: 8g
Fett: 22g
Ballaststoffe: 5g
HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
Kann ich andere Gemüsesorten verwenden?
Aber natürlich! Das ist deine Leinwand. Brokkoli, Möhren, Aubergine oder Tofu – alles, was du liebst, passt hier rein. Achte nur auf die Garzeit und gib härteres Gemüse früher hinzu.
Wie bewahre ich Reste auf und wie lange halten sie?
Im Kühlschrank, gut verschlossen, halten die Nudeln 2-3 Tage. Sie saugen weiter Flüssigkeit auf, also wird die Sauce dicker. Gib beim Wiedererwärmen einfach einen Schuss Wasser oder Brühe dazu.
Meine Sauce ist zu fettig. Was kann ich tun?
Verwende eine fettreduzierte Kokosmilch. Oder lasse die cremige Oberschicht beim Öffnen der Dose einfach im Kühlschrank und nimm nur den wässrigeren Teil. Der Geschmack wird etwas leichter, aber immer noch köstlich.
Hinterlasse eine Antwort! (Ich freue mich auf dich!)
So, das war mein Herzstück, meine veganen Thai Red Curry Nudeln. Ich hoffe, sie bringen so viel Freude in deine Küche wie in meine.
Probierst du sie aus? Hast du deine eigene Twist-Version? Ich bin so neugierig! Erzähl mir alles in den Kommentaren unten. Lass uns unsere Geschichten und Tipps teilen – denn das beste Essen entsteht immer im Austausch. Bis bald in deiner (und meiner) Küche!

